Rund 100 Tage sind es noch. Die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele setzen ein Zeichen, von dem der Sportplatz Tirol international profitieren wird. In Innsbruck brennt zum dritten Mal das Olympische Feuer. Aber wie wird das wirklich sein – Spiele für Jugendliche?
Zu Besuch in der Organisationszentrale der Youth Olympic Games. Auf dem Weg dorthin zeigt die Rücklaufuhr in der Maria-Theresien-Straße: Es sind noch rund 100 Tage, dann starten die ersten Olympischen Winterspiele für Jugendliche. In den Büroräumlichkeiten herrscht gute Stimmung. Hier arbeiten viele junge Menschen für das Gelingen dieser Premiere. In allen Gesichtern sieht man eines: den olympischen Geist, großes Engagement für die Sache. Und man ist selbst gespannt, wie es sein wird, wenn im Jänner rund 1050 Athleten, einige Hundert Betreuer und insgesamt circa 10.000 bis 15.000 akkreditierte Personen zwei Wochen lang in Innsbruck und Seefeld, im Kühtai und am Patscherkofel zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Bewegung zusammenkommen, um Winterspiele für jugendliche Sportler zu feiern.
„Es gibt keinen Vergleich“, bringt es Georg Spazier auf den Punkt, der bei der YOG 2012 für das Marketing verantwortlich ist. „Die ersten Jugend-Sommerspiele in Singapur waren in punkto Aufwand und Dimension gleichzusetzen mit richtigen Spielen. Wir hingegen haben uns in Größe, Flair und Ausrichtung daran orientiert, wirklich Spiel für die Jugendlichen zu gestalten. Insofern kann man ruhig davon reden, dass Innsbruck die ersten wirklichen Jugendspiele erleben wird.“
Hochwertig bescheiden
Ein Beispiel dafür, wie man sich die Olympischen Jugendspiele vorstellen kann, liefert Benno Steger, der für die gesamte Verpflegung zuständig ist. „Wir haben keine V.I.Ps. Bei uns bekommt das Internationale Olympische Komitee das gleiche Mittagessen wie ein Volunteer oder einer der Helfer der Großsponsoren. Auch bei der Verpflegung ist unser Ansatz, bescheiden zu sein und dennoch höchste Qualität abzuliefern“, erklärt Steger.
Wie in allen Bereichen der Olympischen Jugendspiele in Innsbruck und Seefeld ist man auch bei der Verpflegung bereits im Endspurt und kümmert sich um die Details. Die großen Fragen sind geklärt und auf Schiene. „Jetzt geht es darum, wie wir beispielsweise die Tische in der Dogana im Congress Innsbruck aufstellen, damit es für die Athleten gemütlich ist und für die Arbeitenden effizient“, so Steger. Allein mit der Organisation dieses Bereiches ist Steger seit rund einem Jahr beschäftigt. Es gilt vieles zu bedenken. „Die Menüpläne der Athleten mussten in einem Prozess mit dem IÖC abgesprochen werden. Hier schaut sich eine medizinische Kommission an, ob die Ernährung ausgewogen ist, ob Inhaltsstoffe eventuell zu positiven Dopingtests führen könnten und viele mehr“, erzählt Benno Steger.
Olympische Identität
Was wird der Tiroler nun im Jänner erleben, wie wird er die Faszination Olympia spürbar sein? Georg Spazier von der YOG hat hier eine klare Vorstellung. „Man wird auf einen Schlag die Internationalität der Spiele erleben. Mindestens 67 Nationen kommen nach Tirol, insgesamt rechnen wir mit 2000 Offiziellen in ihren National-Outfits, dazu die einheitlich gekleideten Helfer und das Auftreten der großen Sponsoren. Das wird ein einprägsames Bild für die Tiroler Bevölkerung“, erklärt Spazier. Auch Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, ist überzeugt davon, dass die Olympische Jugendbewegung die Tiroler und Tirolerinnen begeistern: „Viele meinen, man kann die Jugendspiele nicht mit den regulären Olympischen Spielen vergleichen. In manchen Bereichen – wie zum Beispiel der Anzahl der Sportler – stimmt das. Aber: Die Organisation und das internationale Engagement des Olympischen Komitees sind praktisch ident zu großen Spielen. Die großen Sponsoren der Olympischen Spiele sind mit dabei, man kann insgesamt mit 10.000 bis 15.000 Akkreditierten rechnen und Vertreter von rund 70 Nationen werden nach Tirol kommen. Die Jugendspiele haben eine Strahlkraft, die man mitunter noch unterschätzt.“
Die Hotspots
Die Tiroler sind ein Volk, das den Wintersport in all seinen Facetten begeistert aufnimmt. Deswegen rechnet man bei vielen Bewerben damit, dass die Anzahl der Zuschauer beträchtlich ist, zumal man in vielen Sportarten unter den jugendlichen Athleten absolute Weltklasse in Tirol antreffen wird. „Nimmt man Bewerbe wie Freestyle oder Eiskunstlauf, so werden wir in Tirol die absolute Weltklasse sehen“, erklärt Georg Spazier. „Und natürlich darf sich Österreich in vielen Bewerben konkrete Medaillenchancen ausrechnen.“ Die Wettbewerbsstätten stehen bereit, die Organisation der Sportstätten steht und der Zuschauer kann sich leicht orientieren. „ Alle Freestyle-Bewerbe finden im Kühtai statt, das nordische Zentrum ist Seefeld. Der Rest der Wettkämpfe wird in Innsbruck und am Patscherkofel ausgetragen“, fasst es Georg Spazier zusammen. Auch Josef Margreiter hat sich jene Wettkämpfe schon im Kalender eingetragen, die er unbedingt live miterleben will. „Ich persönlich glaube daran, dass wir in diesen zwei Wochen sehr spannende Momente erleben werden. Die Tiroler werden die Symbolwirkung und den Flair Olympischer Spiele in kompakter Form miterleben dürfen“, ist Margreiter überzeugt. „Die sportlichen Leistungen der Jugendlichen sind dabei genauso wichtig wie das gemeinsame Erleben des Olympischen Gedankens. Darum freue ich mich darauf, mit Einheimischen und Gästen gemeinsam die junger Olympiasieger und Weltmeister der Zukunft mit ihrer Begeisterung und ihrem Können in Tirol hautnah erleben zu dürfen.“
Medaillenfeier
Ein besonderer Ort während der Olympischen Jugend-Winterspiele ist auch die Maria-Theresien-Straße, wo täglich von 14. bis 22. Jänner abends die Medaillenfeiern stattfinden werden. Rund eineinhalb Stunden vor und nach der Medaillenzeremonie wird ein Rahmenprogramm geboten, in das regionale Künstler stark eingebunden sind. Hier werden sich auch alle großen Sponsoren präsentieren und der Olympische Gedanke ist jeden Abend spürbar, wenn die besten Jugendlichen mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet werden.
Sportland Tirol
Abseits der Emotionen wird derzeit intensiv daran gearbeitet, die Symbolkraft dieser ersten Olympischen Jugend-Winterspiele auch touristisch zu nutzen. „Für die Tirol Werbung sind die ersten Olympischen Winterjugendspiele eine einmalige Gelegenheit das Sportland Tirol in seiner Gesamtheit zu präsentieren“, erklärt Josef Margreiter. „Es ist uns gelungen, die Symbolkraft der Olympischen Ringe für die Marke Tirol zu nutzen. Auf den Märkten reagiert man sehr positiv auf das Zeichen, das Tirol mit der Förderung des Sports und der Jugend setzt. In den kommenden vier Monaten werden wir gezielte Marketingaktivitäten setzen, um Tirols Sport- und Urlaubskompetenz umfassend darstellten. Die dritten Olympischen Spiele in Tirol sind dafür eine ideale Plattform.“ Die Tirol Werbung sieht sich hier nicht nur in der Rolle des klassischen Sponsors, sondern nutzt mit der Kampagne „Gold für Tirol“ diese Plattform intensiv, um auf die Wintersportkompetenz des Landes international hinzuweisen. Ob Banner am Tivoli-Stadion, Plakate an den Grenzstellen Tirols oder internationale Auftritte in den vergangenen Jahren bei den verschiedensten Großveranstaltungen: Tirol zeigt sich als guter Gastgeber und nutzt die Chance, als erste Region dieser Welt zum dritten Mal Olympische Spiele beheimaten zu dürfen. Eines der spannendsten Projekte ist die „Wall of Fame“ im Congress Innsbruck. Dieses interaktive Kunstprojekt steht gleichsam für den Gemeinschaftsgedanken Olympischer Spiele. Auf dieser „Wand“ kann sich jeder verewigen und so Teil dieser Olympischen Jugendspiele werden.
Das Olympische Feuer
Dass sich die Jugendspiele in Innsbruck durchaus mit den großen Olympischen Spielen messen können, zeigt der Olympische Fackellauf, der am 27. Dezember in Innsbruck beginnt und das Olympische Feuer in alle Österreichischen Bundesländer und Hauptstädte bringt, bevor dann am 13. Jänner 2012 das Olympische Feuer am Bergisel zum dritten Mal entfacht wird. Die letzten fünf Tage vor der Eröffnung ist der Olympische Fackellauf in Tirol unterwegs. Ehemalige Sportgrößen werden diesen Fackellauf genauso prägen wie internationale Prominenz. Presenting Partner des Fackellaufs sind Samsung und Coke – gleich wie bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London. Samsung beispielsweise sucht Fackelläufer nicht nur in Österreich, sondern auch in Polen, Tschechien oder Finnland. Daran erkennt man, welche Strahlkraft diese Spiele für Tirol besitzen werden. Und auch das hat Tradition: Wer die letzten Fackelläufer auf dem Weg nach Innsbruck sind und wer das Olympische Feuer in Innsbruck entfacht, wird bis zum Schluss geheim gehalten.
13.01.2012 — 23.01.2012
1st Winter Youth Olympic Games 2012
Von 13. bis 22. Jänner 2012 finden in Innsbruck und Seefeld in Tirol die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele statt. 1.058 AthletInnen aus über 60 Nationen zwischen 14 und 18 Jahren treten in 63 Sportbewerben an und nehmen gemeinsam mit der Tiroler Jugend an einem ...
YOG Winterfaltkarte der Tirol Werbung zum Downloaden
Vorbereitung für YOG 2012 gestartet
Am Stilfser Joch fand für die alpinen RennläuferInnen vergangene Woche (01.08. bis 05.08.) der erste Vorbereitungskurs für die Olympischen Jugendspiele 2012 in Innsbruck statt.
Tirol Shop präsentiert die offiziellen YOG 2012-Fanartikel
Jetzt geht's los: Der Tirol Shop präsentiert die offiziellen Fanartikel zur YOG 2012. Und schon jetzt steht fest, dass derart stylish gekleidet jeder zum Gewinner wird. Die Mode zu den 1. Olympischen ...
Gold für Tirol im Tivoli
Tirols größte Fußballarena - das Tivoli Stadion, welches ganz neu auf den Namen "Tivoli Stadion Tirol" getauft wurde - steht rechtzeitig zu den Heimspielen des FC Wacker Innsbruck ganz im Zeichen der ...
Die Palette der KTM Fahrräder reicht von Rennrädern ... › Mehr
Sportler helfen Sportlern...Unter dem Motto " Sportler ... › Mehr
Sportliche Siege sind reine Kopfsache! Der deutsche ... › Mehr
Das Aufgabengebiet der Abteilung Sport gliedert sich ... › Mehr