11.10.2011

Innsbruck 2012 Volunteer Kick-Off: „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten!“

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten!“ Das wusste bereits Johann Wolfgang von Goethe. Darum haben die Scheinwerfer am Montag Abend in der Innsbrucker Olympiaworld für einen Tag die Seiten gewechselt und all jene in den Vordergrund gehoben, die normalerweise dafür sorgen, dass die Sportler und Sportlerinnen mit Bestleistungen glänzen können: die Volunteers - die über 1.400 freiwilligen Helfer der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck, Seefeld und Kühtai.

„Die besten und schönsten Anlagen nützen nichts, wenn diese Menschen nicht mithelfen

würden, um die Winterspiele zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Ihnen gebührt

größter Dank“, so Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwendtner.

Auch Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer findet nur lobende Worte: „Es ist

beeindruckend zu sehen, wie viel begeisterte Menschen jeden Alters hier mithelfen, um

Innsbruck 2012 für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Ihnen allen gebührt der

allergrößte Respekt.“

Besonderer Dank und Aufmerksamkeit gebührte an diesem Abend einem exklusiven

fünfköpfigen Personenkreis, die 2012 zum bereits dritten Mal und damit immer als Freiwillige bei

Olympischen Winterspielen in Innsbruck mithelfen werden:

Die Ärztin Dr. Brigitte Zerlauth (63) schwärmte mit acht Jahren von Toni Sailer und erfüllte sich

den Traum eines Treffens bei den Spielen 1964 als Würstelverkäuferin. Zwölf Jahre später

führte sie medizinische Tests und Auswertungen durch. 2012 wird sie sich um die Betreuung

der kleinen Monegassischen Olympia-Abordnung kümmern.

Helmut Figallo (68) sorgte mit der Bekanntgabe der von ihm gemessenen Weite 1976 am

Bergisel für rot-weiß-rote Jubelstürme, als Karl Schnabl und Toni Innauer für einen

österreichischen Doppelerfolg sorgten. 2012 wird er sein Know-how im Bereich Transport

einbringen.

Der Außerferner Eishockey-Fan Hermann Kuntner (69) war bereits als Kind von den

Olympischen Spielen fasziniert und bekam 1976 den Original Eishockeyschläger des Tormanns

der Olympia-Sieger Mannschaft Russland geschenkt. Bis heute hat der Schläger bei ihm zuhause

einen Ehrenplatz. Für die Jugend-Winterspiele wird er ins Eishockey-Stadion in die

Olympiaworld zurückkehren.

Herbert Herwigs Herz schlägt hingegen für den Skisport. Nach Streckenposten in Wildmoos

(1964) und Rennsekretär in Seefeld (1976), hat der Innsbrucker für 2012 die gesamten

Streckenpläne in Seefeld mit ausgearbeitet. Seine Olympia-Begeisterung liegt ihm offensichtlich

in den Genen. Denn auch sein Bruder war bereits als Volunteer bei Olympia. Er führte die

griechische Delegation bei der Eröffnung der Paralympics 1984 ins Stadion.

Der fünfte und älteste in diesem exklusiven Kreis ist der Igler Adalbert „Wett“ Mayregger (83).

Der Unternehmer ist der Rodeltradition seiner Familie treu geblieben und wird nach

Kampfrichter (1964) und Rodelkontrolle (1976) diesmal für den österreichischen Rodelverband an

der Bob- und Rodelbahn Innsbruck-Igls mithelfen. „Wetts“ Söhne, beide Olympiateilnehmer in

Sarajewo, waren ebenso wie seine Mutter österreichische Staatsmeister im Rodeln. Er selbst ist

bereits seit 1946 im Rodelbereich aktiv und betreute unter anderem 18 Jahre lang das

taiwanesische Nationalteam. Zudem stehen neun Olympia-Teilnahmen als Trainer und/oder

Kampfrichter auf seiner langen sportlichen Vita.

„Im Namen aller möchte ich mich bei diesen fünf vorbildlichen Menschen und allen anderen

Freiwilligen bedanken, die uns helfen der Welt zu zeigen, dass das Land Tirol Olympiasieger im

Veranstalten ist. Wir werden unsere Gäste und Sportler im Jänner sehr freundlich empfangen

und Ihnen das Gefühl geben hier zuhause zu sein. Ich bin überzeugt, dass es großartige Spiele

werden“, strich auch Landeshauptmann Günther Platter die Bedeutung der über 1.400

Freiwilligen hervor.

 

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